Das Thema der heutigen #Montagsinspiration mag auf den ersten Blick ein wenig ungewöhnlich erscheinen, aber ich darf Dir versichern, so abgehoben, wie es möglicherweise auf den ersten Blick scheinen mag, ist es gar nicht. Und es hat eine ganze Menge damit zu tun, was Du an Potenzial in Dir trägst. Ach ja. Und die, die mir gerne vorwerfen, in meiner Sicht der Dinge sei zu Wenig Platz für Glitzer, sind vielleicht dieses Mal ein bisschen zufriedener als sonst.

Ich weiß, da draußen gibt es eine Menge Menschen, die diese Zeiten als etwas völlig Normales betrachten und alle diejenigen von uns, die es anders sehen, als Schwurbler und Spinner darstellen wollen. Ist absolut OK für mich. Für mich hat man in Österreich jedenfalls dieser Tage ein weiteres, äußerst düsteres Kapitel aufgeschlagen. Ich will darauf nicht im Detail eingehen, Du weißt selbst bestimmt, wovon ich spreche. Man muss das auch nicht bis zum Exzess diskutieren. Die Bedrohung und die Spaltung jedenfalls wachsen. Man kommt sich vor, wie in einem Fantasy-Film. Und wo wir gerade bei der Popkultur sind, bleiben wir doch einfach mal dabei.

Wir denken ja oft in Bildern und Gleichnissen, weil das uns das Verstehen der Welt leichter macht. Und die Bilder, die sich in vielen Köpfen gerade zeichnen, erinnern doch sicherlich an Harry Potter, Star Wars oder den Herrn der Ringe, vielleicht auch an andere, noch dystopischere Geschichten, aber konzentrieren wir uns mal auf die genannten Drei. Was alle diese Filme und Bücher eint, ist die dunkle Bedrohung durch ein totalitäres System, das alle, die anders denken bestrafen, in die Knie zwingen oder ausrotten wollen.

Harry Potter: Du bist kein reinblütiger Magier, keine reinblütige Hexe, dann hast Du bald ausgehext.

Star Wars: Du unterwirfst Dich nicht dem Imperator und seinen Sturmtruppen und setzt Dich weiterhin für humanitäre Ziele ein, verfolgst vielleicht sogar den hellen Pfad der Macht, dann ist Dein Leben verwirkt.

Der Herr der Ringe: Du bist kein Freund von Sauron und seinen dunklen Kollegen, Du wirst versklavt oder getötet.

Was diese Bilder mit unserer aktuellen Situation zu tun haben, überlasse ich Deiner Phantasie, ich bin sicher, Du musst nicht lange nachdenken und kommst darauf.

Überall gibt es Gestalten und Figuren, die sich Hals über Kopf in diese totalitären Denkmuster stürzen. Sogar Verfechter des Guten lassen sich korrumpieren, laufen über und lassen sich verführen, um ihre eigenen Machtgelüste, ihre eigene Blockwartmentalität oder schlicht ihren eigenen Opportunismus voll ausleben zu können. Schließlich will man in den Urlaub fahren, die Pisten unsicher machen, schick essen gehen etc. Selber Schuld, wer da nicht mitmacht. Es könnte ja so einfach sein. Und auch an dieser Stelle will ich nicht über die Sinnhaftigkeit von Maßnahmen diskutieren. Diejenigen, die gut finden, was geschieht werde ich nicht erreichen, und diejenigen, die ablehnen, was geschieht muss ich nicht erreichen. Bilde sich jeder sein eigenes Urteil. Auch das ist OK für mich.

Was hat jetzt aber Harry Potter mit Dir zu tun, oder Star Wars, oder der Herr der Ringe?

Es ist ganz einfach: Betrachten wir, was die totalitären Regimes dann schlussendlich zu Fall bringt, sind es im Grunde drei Dinge:

1. Menschen, wie Du und ich.

2. Zusammenhalt

3. Eine gewisse Art von Magie - also A kind of Magic

Die Helden der Geschichten, die sich dem Bösen in den Weg stellen, sind keine voll ausgebildeten mit der besten Ausrüstung versehenen Superhelden. Es sind Bauernjungen, Hobbits, Schüler und Studenten, alte Männer und Frauen, Büroangestellte, Menschen und Wesen von der Straße, aus den Wäldern und Auen. Alle spüren in sich den Ruf, das Richtige zu tun und sich der Dunkelheit in den Weg zu stellen. Sie schließen sich mit anderen zusammen, vernetzen sich, bleiben aber für das Auge der meisten anderen unsichtbar. Sie bleiben im Untergrund, leben im Exil, agieren aus dem Verborgenen. Doch sie sind niemals allein.

Kein Harry Potter hätte es ohne seine Freunde und Unterstützer geschafft, kein Luke Skywalker ohne Han Solo, Chewbacca oder Prinzessin Leia, von Yoda ganz zu schweigen. Und Frodo wäre ohne Sam, Aragorn und Gandalf etc. auch ziemlich aufgeschmissen gewesen.

Und alle haben sich Magie bedient, einer Magie, einer Kraft, einer Macht, die sie geleitet hat, die sie hat ihr Potenzial finden und entfalten lassen. Es war eine Macht, die sie verbunden hat, die sie hat vertrauen lassen und die benutzt wurde um für etwas zu kämpfen: Für die Freiheit. Keiner war privilegiert, keiner konnte aus unerschöpfliche Ressourcen zurückgreifen. Das Einzige, was immer und im Überfluss vorhanden war, war die Magie, war die Kraft, die Macht.

Diese Macht wird gespeist aus der Liebe, aus dem Mitgefühl aus der Hingabe ans Leben selbst. Diese Macht wird gestärkt und genährt durch das Vertrauen und den Wunsch, in Demut der Sache und dem Leben an sich zu dienen. Wie sagt Gandalf so schön? „Ich bin ein Diener des geheimen Feuers!“

Es ist dieses Feuer, diese Kerze, die in allen von uns brennt und der wir uns öffnen können, um selbst unseren Platz in der Heldensaga der aktuellen Zeit einzunehmen. Wir müssen diese Kraft nicht suchen. Diese Magie braucht keinen Zauberstab, kein Lichtschwert und keine Formeln. Sie fließt auch so, wenn wir sie lassen, wenn wir vertrauen, wenn wir uns ihr zuwenden und wenn wir zusammenhalten. Du, ich, wir alle! Noch in jeder Geschichte hat das Licht gesiegt. Vielleicht nicht immer gleich, aber nach einer gewissen Zeit immer. Auch das dunkelste Kapitel in der österreichischen Geschichte dauerte keine zehn Jahre.

Wir haben die Macht! Wir sind die Magie der Veränderung, des Zusammenhalts, der Gemeinschaft. In uns brennt das geheime Feuer der Liebe und des Mitgefühls. Erinnern wir uns daran. Halten wir die Kerze hoch. Treiben wir das Dunkel zurück, wenn es sein muss aus dem Verborgenen, aus dem Exil, von unter dem Radar. Wir dürfen nicht aufgeben. Finde Deinen inneren Harry Potter, Deinen Luke Skywalker, Deinen Gandalf, Deinen Frodo oder Deine Hermione, Deine Prinzessin Leia, ganz egal. Und halte Ausschau nach den anderen Rebellen. Du wirst sehen, Du wirst Verbündete an Orten finden, an denen Du es nicht vermutet hättest. Denn wenn wir vertrauen, dann fügen sich die Dinge zusammen. Auch das ist eine Art Magie, auch das ist a kind of Magic.

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(c) Bild & Text: Stefan Trumpf, darf aber gern geteilt werden.