Januar 2021

Nicht nur die Jahreszahl hat sich geändert, nein, die #montagsinspiration kleidet sich in ein neues Gewand. Es wurde Zeit. Aber keine Angst, für Dich ändert sich nichts, wenn Du das nicht möchtest. Du wirst sie weiterhin hier lesen und hören können. Warum ich Dir die #montagsinspiration jetzt so präsentiere, kannst Du mit einem Klick hier nachlesen, wenn Du das möchtest.

Nachdem wir das jetzt geklärt haben, können wir ja loslegen.

Wir haben also ein “neues” Jahr.Ich sehe, dass die Menschen voller Hoffnung den Jahreswechsel gefeiert haben. Sie waren froh, das verhasste 2020 endlich hinter sich zu wissen. Es war ein Jahr der Gegensätze, ein Jahr der neuen Ausrichtung, ein Jahr der Spaltung, der Angst, der Einschränkungen und des Verlustes.

Es war also nicht wirklich ein “gutes” Jahr für viele.

Und so richteten sich die Augen auf die Uhrzeiger am 31.12, und alle haben gehofft, dass um 0:00 Uhr tatsächlich die Uhr auf den 01.01.2021 umspringt und nicht vielleicht doch auf den 32.12.2020.

Das ist natürlich nicht geschehen und so begann das Jahr voller Hoffnung und für viele in dem Glauben, auch das anbrechende Wassermannzeitalter würde nun dafür sorgen, dass alles wieder “normal” werden würde.

OK. Vermutlich hat niemand geglaubt, dass das Schlag 12 am 31. geschehen würde, aber es war ein deutliches Durchatmen auf der Welt zu spüren.

Heute, nachdem das Jahr 2021 ein paar Tage alt ist, stellen wir vermutlich fest, noch hat sich nicht viel geändert.

Die Menschen streiten noch immer.

Noch immer scheint jegliche Diskussionskultur verloren, scheint die Bereitschaft, einander zuzuhören und sich vielleicht den Argumenten des Gegenübers offen zu zeigen schlicht zu fehlen. Ich muss hier inzwischen gar kein bestimmtes Thema mehr nennen, denn mir scheint, viele Menschen führen mit ihrer Meinung und Auffassung der Dinge einen Vernichtungskrieg gegen Andersdenkende.

Und wie ich schon mehrfach sagte: Glaubenskriege sind die schlimmsten, denn sie werden von Fanatikern geführt, deren eigenes Denken und Empfinden von einer Idee, von einem Ideal, einem Dogma aufgefressen wird.

Wie also soll dieses Jahr 2021 zu einem besseren als das letzte werden?

Wie, wenn wir nicht endlich lernen, wieder aufeinander zuzugehen, einander die Hände zu reichen und tatsächlich unser Denken zu ändern?

Wenn wir weitermachen wie bisher, wenn wir uns der Veränderung in uns verschließen, wie soll sich im Außen etwas ändern können?

Hier geht es nicht um richtig oder falsch.Hier geht es nicht ums Recht haben. Hier geht es darum, dass wir in uns selbst Krieg führen und im Außen in der Welt auf Frieden hoffen - zu unseren Bedingungen.

Was wir denken, was wir fühlen, was wir für wahr halten, werden wir in der Welt sähen und irgendwann dann wahrscheinlich sehen und ernten. Und damit meine ich nicht, dass wir jetzt bitteschön alle positiv denken sollten und uns der klebrigen Idee von Licht & Liebe hingeben sollten.

Selbstbetrug geht gewaltig nach hinten los.

Es ist JETZT die Zeit, innezuhalten, Standpunkte zu überdenken, nachzudenken, warum wir stehen, wo wir stehen. Hören wir auf, die Schuld bei anderen zu suchen und nehmen wir die Verantwortung an, die uns für unser Leben angetragen worden ist.

Seien wir mutig! Durchbrechen wir Muster, heilen wir unsere inneren Kinder, nehmen wir den Platz im Leben ein, der uns zusteht.Seien wir wahrhaftig und verabschieden wir uns von der Gier.

Gehen wir ins Vertrauen, dass wir alle einen bestimmten Platz in dieser Welt haben, dass wir alle persönlichen RAUM in dieser Welt haben, auch, wenn wir vielleicht jetzt gerade noch nicht wissen, wo dieser ist und wie er sich gestaltet. Hören wir auf, unser Glück im Außen und bei anderen Menschen zu suchen und machen wir doch einen Schritt in die andere Richtung: Gehen wir nach innen. Es mag der schwerste Schritt sein, den wir jemals gehen werden, aber die Reise ist irgendwann die Schönste.

In uns wurde 2020 mit allen Ängsten und Entmutigungen auch die Saat der Veränderung gepflanzt. Diese gilt es jetzt zum Blühen zu bringen. Das aber schaffen wir nur, wenn wir uns dieser Saat annehmen. Diese Saat ist eine ganz individuelle, kein Saatkorn gleicht dem anderen. Was für mich richtig scheint, kann für Dich etwas ganz Anderes bedeuten und beide können wir wachsen, blühen und gedeihen. Wir sind es, die der Veränderung erlauben können, Wurzeln zu schlagen - in uns.

Wie oft lese ich dieser Tage “New Year - New Me!”, also “Neues Jahr - Neues Ich!” Wow, ja, bitte. Aber vielleicht geht es nicht darum ein neues Ich zu formen, sondern darum, herauszufinden, wer Du wirklich bist.

Wollen wir am 31.12. dieses Jahres tatsächlich wieder dasitzen und das vergangene Jahr bedauern und verfluchen, oder wollen wir unser Glas erheben, zurückblicken und das Jahr dankbar mit einem Lächeln verabschieden? Das haben wir in der Hand, alle, ganz unabhängig von dem, was im Außen geschieht.

Wir wollen Wassermannzeitalter? Dann richten wir uns daran aus!

Wir wollen Frieden? Dann schaffen wir Frieden - in uns!

Wir wollen Akzeptanz? Beginnen wir damit, uns selbst zu akzeptieren, dann unser Gegenüber.

Diese Welt wird sich erst ändern, wenn wir begriffen haben, dass wir diese Welt durch unser Leben formen. Diese Gesellschaft wird erst wieder zu einer Einheit werden, wenn wir sie in ihrer Verschiedenartigkeit anerkennen und Akzeptieren. Lassen wir den Dingen doch ihren natürlichen Lauf und zwingen wir nicht alles und jedem unseren Stempel auf. Hören wir auf, einander zu unserem jeweiligen “Glück” zwingen zu wollen, weil wir der Meinung sind, wir wüssten es besser.

Wir alle haben eine Ahnung davon, wer oder was wir sein könnten.Geben wir dieser Ahnung RAUM und stehen wir ihr nicht mit unserem Verstand im Weg. Wir müssen dieses Jahr nicht zum besten Jahr für uns machen.

Wir dürfen ihm erlauben, sich dazu zu ENTwickeln.

In diesem Sinne, ein gutes Jahr 2021 für uns alle!

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