Wären wir in einem Star Wars Film, würden wir uns aktuell vermutlich darüber unterhalten, dass wir eine “Erschütterung der Macht” spüren können. Aber Star Wars ist nur ein Märchen und damit natürlich nicht real. Oder vielleicht doch? In diesen Tagen, in denen Wahrheit mehr denn je eine Frage des Standpunktes zu sein scheint, kommt es vielleicht auf die Qualität der Märchen an, die wir uns erzählen. Wie ich das meine? Lies weiter!

Es kommt eine Menge zusammen, energetisch in diesen Tagen. Wir bewegen uns mit großen Schritten auf Samhain zu, dem Tag, an dem wir den Ahnen gedenken, ein Gedeck mehr auflegen und uns sammeln, um das Jahr zu reflektieren. Andere feiern an diesem Tag Halloween und setzen sich Monstermasken auf, auf der Suche nach Zerstreuung und Süßem. Sie geben damit bewusst oder unbewusst der Dunkelheit in sich Raum, und mit der Entschuldigung dieses “Festes” im Rücken, geben manche sich dieser Dunkelheit auch hin. Man kann davon halten, was man möchte, und vielleicht hältst Du mich für eine Spaßbremse, aber ich finde, die letzten anderthalb Jahre wird genug dunkle Energie auf diesem Planeten zelebriert. Ich habe den Eindruck, das, was hier geschieht, ist die Pervertierung von Halloween: Nicht wir setzen uns Monstermasken auf, sondern die Monster wandeln in den Masken der Menschlichkeit unter uns. Ich möchte mit dieser Aussage nicht näher ins Detail gehen, mag sich jeder sein eigenes Bild von der Situation machen und darüber nachdenken.

Fakt ist, es wird immer schwieriger, in seiner Mitte zu bleiben. Es wird immer schwieriger zu sich selbst zu stehen, sich seinen eigenen, persönlichen RAUM zu nehmen und im Frieden zu bleiben. Ich erlebe jeden Tag Menschen, die die Situation um sie herum als nahezu ausweglos empfinden, die verzweifelt an den Bildschirmen ihrer Handys oder TV-Geräte kleben, und die nicht fassen können, was da geschieht. Sie können nicht fassen, was sie hören, lesen oder sehen. Die Welle des Hasses, der Spaltung und der Ausgrenzung scheint über unseren Köpfen zusammen zu schwappen.

Ich persönlich glaube daran, dass die Nacht vor Anbruch des Tages am Dunkelsten ist. Wenn wir die Geschichte beobachten, können wir sehen, dass die einzige Konstante, die wir erleben, tatsächlich die Veränderung ist. Auf die Nacht folgt der Tag, bis wieder eine Nacht folgen muss. Das Leben ist zyklisch. Haben wir gerade eben erst den Sommer verabschiedet, befinden wir uns mitten im Herbst. Der Herbst ist seit jeher die Zeit des Rückzugs. Die Natur zieht sich zurück, lässt los, was sie nicht mehr braucht und schickt sich an, sich winterfest zu machen. Die Pferde bekommen ein dickeres Fell, wir Menschen holen die Wintersachen aus dem Keller. Wir richten unser Zuhause kuschelig her und in vielen Haushalten wird die magische Zeit eingeläutet, indem wir uns Märchen erzählen oder entsprechende Filme in den DVD-Player einlegen.

Ja, es ist die Zeit der Märchen. Es gibt schöne Märchen, echte Märchen, die wir immer wieder gerne hören oder sehen, und es gibt schauderhafte Märchen, von denen wir nach einmaligem Hören schon genug haben. Unser Herz kann uns genau sagen, welche Märchen auch im nächsten Herbst wieder mit Freuden gehört werden, denn es sind Märchen, die wir als solche erkennen, die sich aber um eine Wahrheit ranken, die unsere Herzen erfüllt. Die Bilder, die Symbole, die Archetypen, die in den Märchen benutzt werden, sind Schlüssel, die uns den Lauf des Lebens und der Magie beschreiben und die tief in uns eine Resonanz der Wahrheit erzeugen, die sich sehr nach Erinnern anfühlt. Wir fühlen uns in diesen Geschichten zuhause.

Die Märchen bei denen sich unsere Nackenhaare sträuben, sind falsche Märchen. Es sind die, die man uns als Wahrheit verkaufen möchte, die aber eben nur verpackte Lügen sind. Diese Märchen mögen wir nicht, denn sie beleidigen unsere Intelligenz, sind schlecht erzählt und benutzen auch keine Bilder oder Symbole, die in uns eine positive Resonanz erzeugen. In ihnen fühlen wir uns nicht zuhause, im Gegenteil. Sie lösen in uns all die negativen Gefühle aus, die uns das Leben so schwer machen: Angst, Wut, Trauer, Hass. Es ist eine Strasse, auf die uns diese Märchen führen, eine Straße in die Dunkelheit.

Wir aber sind Wesen des Lichts. Wir sehnen uns nach der Sonne, oder wenigstens dem Mondlicht, wir sehnen uns nach dem Licht und der Wärme einer Kerze. Wir tragen dieses Licht in uns. Das ist es, was die echten Märchen uns in Erinnerung rufen. Sie erinnern uns an das Gute, an die Verbundenheit, an Werte wie Menschlichkeit, Vergebung und Tapferkeit. Sie erinnern uns daran, dass der Weg zur Überwindung der Dunkelheit im Außen mit der Überwindung der Dunkelheit in unserem Inneren beginnt. JETZT ist die Zeit dazu. Entziehen wir den Märchenerzählern, die uns täglich mit unechten Märchen versorgen wollen, doch einfach das Gehör, denn in diesen Märchen sind selbst die Helden eine Lüge. Entziehen wir dieser Art der Märchen unsere Aufmerksamkeit und machen wir uns auf die Suche nach der Wahrheit und der Wahrhaftigkeit in uns selbst.

Lassen wir los, was uns in den Strudel anderer Ereignisse reißen möchte und bleiben wir mit unserer Aufmerksamkeit bei uns. Dieser Herbst mag zum Winter werden, aber auf jeden Winter folgt ein Frühling. Lasst uns zu den Samenkörnern werden, die im Winter, tief in der Erde zurückgezogen, die echten Märchen lauschen, um uns im Frühling durch die auftauende Erde wieder dem Licht entgegenzustrecken. Blenden wir doch einfach aus, was diese Saat vergiften will und sorgen wir gut für uns. Wir alle sind verbunden, nichts kann uns trennen von dem, was wahr ist. Wenn das Saatgut aufgeht, wird die Erde im Frühjahr wieder grün. Es muss nur gut geschützt in der Erde ruhen. Und so ist es mit der Wahrheit. Sie findet immer ihren Weg. Manchmal auch durch den Mund eines Märchenerzählers, wenn er Dir ein echtes Märchen erzählt - in einer Märchenstunde.

#justbe #einfachsein #lebeauthentisch

(c) Bild & Text: Stefan Trumpf, darf aber gern geteilt werden.

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