Ich geb’s zu, ich hab mich vor dieser #Montagsinspiration ein bisschen gedrückt, zumindest eine Zeit lang. Prokrastination galore! Oder anders ausgedrückt: Die Aufschieberitis hatte mich in ihren Krallen. Ich bin so. Leider. Meine Diplomarbeiten, Steuererklärungen oder Ähnliches habe ich auch manchmal bis zum letzten Moment hinausgezögert, um sie dann in einer sogenannten Overnight Sensation doch noch hinzubekommen. Man findet immer einen Grund, warum es gerade jetzt eben nicht geht, oder passt. Dieses Mal ist der Grund für die Aufschieberitis tatsächlich das, worum es heute geht. Und das ist in Worten gar nicht so einfach zu beschreiben.

Ich muss vorausschicken, dass meine Eindrücke natürlich rein subjektiv sind und Du Dich vielleicht beim Lesen fragst: „Wo ist eigentlich das Problem.“ Sieh es mir nach, im besten Fall amüsierst Du Dich. Vielleicht aber kommt Dir das, was ich beschreibe, aber auch sehr bekannt vor.

Ich bring‘s gleich auf den Punkt: Aktuell hab ich den Eindruck, mir ist alles zu eng. Nein, nicht die Klamotten. Es geht nicht um Diäten, keine Sorge. Ich fühle mich in die Enge getrieben, fühle mich nahezu erdrückt. Ich bin gestresst. Ja, tatsächlich. Ich glaube, ich bin gestresst. Und dabei könnte man meinen, es gibt dafür überhaupt keinen Grund. Ich liebe, was ich tue. Ja, auch die #Montagsinspiration. Das Thema #Neustart hat sich für mich persönlich als wesentlich für mich und die Gesellschaft offenbart, es wird dazu nächstes Jahr endlich auch ein Retreat geben, wie ich es mir immer gewünscht habe, also soweit eigentlich alles gut. Und doch habe ich den Eindruck, die Räume werden enger. Und dabei habe ich auch den Eindruck, dass der meiste Stress, die meiste Anspannung, die ich empfinde gar nicht mal meine eigene ist.

Seit ich denken kann, standen wir als Gesellschaft immer wieder vor dem Abgrund. Es gab eigentlich immer einen Grund, Angst zu haben. Als ich klein war, hatte man Angst vor dem Ivan (so hieß damals die Angst vor Russland). Das ist heute offenbar wieder in Mode. Man hatte Angst vor Terroristen. Die RAF, ETA, Action Direct, die IRA und lauter andere Organisationen hielten mit ihren Anschlägen die Welt in Atem. Man hatte Angst, kein Öl mehr zu bekommen, man hatte Angst durch den Unfall in Tschernobyl verstrahlt zu werden, Waldsterben drohte uns den Sauerstoff ausgehen zu lassen, AIDS hätte dann vermutlich die restliche Menschheit dahin gerafft, und so ging das munter weiter. Immer gab es etwas, das in den Nachrichten auftauchte und die halbe Gesellschaft in Panik versetzte. Und da haben wir über die letzten zwei Jahre noch gar nicht gesprochen. Angst vor dem Virus, Angst vor der Impfung, Angst ohne Impfung, Angst mit Impfung, Angst vor Ungeimpften, Angst vor Geimpften, Angst, Angst, Angst… Naja, und wie schon erwähnt, schließt sich jetzt der Kreis, man hat wieder Angst vor Russland.

Dabei kann ich eins mit Fug und Recht sagen: Ich hatte und ich habe keine Angst, auch die letzten Jahre nicht.

Also könntest Du Dich fragen, was mich so stresst. Es ist das Schüren dieser Angst. Und es ist die Tatsache, dass viele dieser Ängste nicht sein müssten. Mich stresst die Angst der Menschen, denn ich kann sie fühlen. Ich kann fühlen, wie viele von uns auf dem Zahnfleisch gehen, wie sie sorgenvoll in die Zukunft blicken, wie sie nicht wissen, wie sie ihren Verpflichtungen nachkommen sollen. Ich kann die Panik vor dem Winter fühlen, weil wir vielleicht nicht heizen können wie bisher. Ich fühle die Angst vor Blackouts, Lockdowns, Maßnahmen, Einschränkungen, die Angst vor Versagen und Verlust.

Was mich stresst ist die Tatsache, dass die Sorgen und Nöte inzwischen bei vielen so groß sind, dass sie kaum noch einen Ausweg sehen.

Mich stressen die Angstmacher, die Panikverbreiter, mich stressen aber auch die „Aufklärer“, die „Aufdecker“, mich stressen die Marketingspirituellen und Marktschreier, die Alleskönner und Masterclass-Anbieter. Mich stresst, dass, wie sehr ich mich auch verkrieche und ins Exil gehe, sie mich immer noch erreichen, wenn vielleicht auch über Dritte. Mich stressen die, die alles besser wissen und doch keine Ahnung haben. Mich stressen die Wichtigtuer, die mit ihren Botschaften aus der Geistigen Welt ihr Ego zur Schau stellen.

Mich stresst das, weil keiner von denen Dich und mich im Auge hat, sondern nur sich selbst. Denn ich glaube, entgegen dessen, was sie alle behaupten, Du und ich, wie sind denen scheißegal. Sie wollen Aufmerksamkeit, sie wollen gesehen und gehört werden, sie wollen wichtig sein. Sie wollen Dein Vertrauen, denn dann bist Du manipulierbar und tust, was sie von Dir wollen. Du sollst tun, was sie von Dir wollen. An uns wird gezerrt und gezogen, wir werden in alle Richtungen geschubst. Und wir lassen es mit uns geschehen. Wir lassen es mit uns machen, weil wir verlernt haben, auf unsere Intuition zu hören. Wir müssen aber raus aus diesem Feld, raus aus der Angst. Wir brauchen Ruhe, Distanz, die Stille, damit wir wieder zu uns finden. Unsere innere Stimme wird übertönt vom Geschrei und der Propaganda im Außen. Der gesunde Menschenverstand wird abgetötet durch zu Ikonen stilisierte Experten. Und in ihrer Hilflosigkeit suchen die Menschen nach den Erlösern im Außen statt die Dinge für sich selbst, bzw. sich von den Dingen zu lösen.

Und genau da möchte ich mit dieser #Montagsinspiration ansetzen. Es braucht einfach einen #Neustart, denn sonst frisst uns dieser Stress auf. Ich habe es an mir gemerkt und ich sehe es an vielen Menschen in meiner Umfeld. Und bevor ich mich schlussendlich dann doch hingesetzt habe, um in Worte zu fassen, was mich bewegt, habe ich natürlich den radikalen Rückzug geübt. Ich habe meinen inneren Tempel, mein inneres Kloster aufgesucht, um mich zu lösen von dem, was mich gestresst hat. Ich habe durchgeatmet, losgelassen, was nicht meines war und stand dann schweigend und ruhig da. Das ist es, wozu ich Dich einladen möchte: Zieh Dich zurück, lass TV & soziale Medien wo sie sind. Gönn Dir Stille und Abstand. Du wirst erkennen, dass nichts von dem was passiert wirklich etwas mit Dir zu tun hat. Wir können so zu der Übersicht zurückkehren, die uns aus der Angst zurück ins Hier und Jetzt holt. Hier sind wir handlungsfähig. Wir dürfen zurückkehren in die Beobachterposition und alle einfach reden lassen. Du weißt tief in Dir drin, was Du brauchst. Kehre dorthin zurück, wo nur Du zu Hause bist. Kehre dorthin zurück, wo Deine Wahrheit ihren Platz hat. Denn an diesem Ort liegt die Erkenntnis, dass aller Stress völlig unnötig ist, dort kann er Dich auch nicht mehr erreichen. Menschen, die diesen Ort gefunden haben, sind nicht manipulierbar. Sie sind nicht steuerbar, denn sie wissen, dass es immer und für alles eine Lösung gibt - außerhalb des Kollektivs. Wenn Du aufhörst, mitzuspielen, musst Du auch die Regeln nicht mehr befolgen.

Vielleicht wirft diese #Montagsinspiration jetzt Fragen in Dir auf. Bitte, stell sie! Lass uns diskutieren, lass uns miteinander sprechen, uns austauschen. Lass uns uns vernetzen. Stell mir bei Facebook eine Freundschaftsanfrage, folge mir auf Instagram, komm in meine Community auf Telegram. Melde Dich, wie auch immer Du möchtest. All das kostet Dich nichts, und je mehr wir sind, je mehr sich auf den Weg machen, je mehr Keimzellen für den #Neustart blühen auf.

Ach ja, und bevor ich es vergesse: Die #Montagsinspiration erscheint als wöchentlicher Blogbeitrag bei buymeacoffee.com und als Podcast bei Spotify, Apple und auf Telegram. Das alles stelle ich kostenfrei zur Verfügung. Aber wie Du Dir vielleicht denken kannst, ist das nicht ohne Aufwand und mir entstehen dabei Kosten.

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(c) Bild & Text: Stefan Trumpf, teilen ist aber durchaus erwünscht.