Tage wie diese… Ich sitze am Fenster und schaue dem Schneetreiben zu. Feine, weiße Flocken tanzen im Wind nach ihrem ganz eigenen Rhythmus, nach ihrem ganz eigenen Muster. Ich bin davongelaufen. Ich bin den Nachrichten, den Meldungen, den sozialen Medien, den Menschen davongelaufen, die mich in ihrer Art des Denkens und Handelns teilweise erschrecken. Ich bin an den einen Ort geflohen, wo es still wird, wo es still ist - die Natur. Es ist hier unter den frostigen Zweigen der Fichten und Tannen, hier auf der gefrorenen Erde, wo ich wieder zu mir finde und wo ich die Inspiration fand, die ich Dir heute weitergeben möchte.

Manchmal muss man einfach raus, weil man selbst wenn man so zurückgezogen lebt, wie ich, immer noch zu dicht dran ist. Man hält das, was um einen herum passiert, den Druck, die Spaltung, den ganzen Mist, der sich vor unseren Türen - und teilweise auch dahinter - abspielt, für die einzig wichtige Realität. Wenn man sich dessen nicht bewusst ist, beginnt man ganz plötzlich, wie von allein, das Spiel mitzuspielen. Viele merken es nicht und bleiben im Spiel gefangen, einer sich immerfort drehenden Spirale der Angst und des Drucks. Für dieses Mal habe ich den Absprung wieder geschafft und wandere durch die Wälder und Felder des Mühlviertels.

Und es ist hier, wo sich über mir der Himmel öffnet und erstreckt, hier, wo der Blick schweifen kann, wo die Luft klar und das Wasser rein ist, wo sich meine Perspektive wieder gerade rückt. Die Nebel ziehen über das Land und zeichnen bizarre Formen an den Zweigen und Ästen der Bäume. Wie leicht kann man das übersehen, wie schnell geht man achtlos an diesen kleinen Wunderwerken vorbei, die aussehen, wie von Hel persönlich geklöppelte Spitzen. Doch ich habe Glück und mein Blick verfängt sich in den kleinen, sich zu gefrorenen Dornen auftürmenden Gebilden und Kristallen.

Ich bleibe stehen und lass mich von der Landschaft verzaubern, die, einem Land aus Mythen und Legenden, einladend und abweisend zugleich ist. Die Sonne schickt einige wenige Strahlen übers Land und die Wälder strahlen plötzlich in den verschiedensten Schattierungen von weiss, grau und immerwährendem Grün. Der Wind geht und ich bin froh um die mehreren Schichten, die ihn abhalten. Und mit jedem Atemzug fällt alles immer mehr von mir ab, was mich versucht hat, in das Spiel zu verwickeln, das gerade gespielt wird, und dessen Regeln täglich geändert werden, damit die, die das Spiel kontrollieren, auch sicher sein können, es zu gewinnen.

Nein, das ist nicht fair. Ja, man möchte meinen, dass es inzwischen jedem dämmern müsste, dass nicht ehrlich gespielt wird. Aber hier in der frostigen Landschaft ist das plötzlich egal. Ich erinnere mich, dass man sich einer möglichen, oder wahrscheinlichen Zukunft sehr wohl bewusst sein darf, aber dass das nie auf Kosten des gegenwärtigen Moments geschehen darf. Hier in diesem Moment werden mir die Wunder der Natur bewusst. Ich spüre mich wieder als Teil dieses Ganzen und nicht als Spielfigur auf einem ganz anderen Spielbrett. Ich habe plötzlich wieder den nötigen Abstand. Die Verbindung zu allem, was ist, ist wieder klar und ungetrübt.

Ich spüre den Herzschlag der Erde, er geht langsam und stetig. Das Summen und Vibrieren des RAUMS ist allgegenwärtig und alles ist gut.

Warum ich Dir das erzähle? Warum ich dieses Erleben in eine #Montagsinspiration packe? Ganz einfach: Weil ich Dich einladen möchte, dasselbe zu tun. Lass das Geplapper von links und rechts einfach hinter Dir. Lass all die Videos, die vielen Informationen, die auf Dich einprasseln, wie ein Wolkenbruch in einem Sommergewitter, Dich einfach nicht erreichen. Wende Deinen Blick ganz bewusst Deinem eigenen, ganz persönlichen Erleben dieses einen, realen Moments zu. Was immer Du dazu brauchst, nimm als Hilfsmittel dazu an.

Für mich waren es dieser Tage die Eiskristalle, die der Nebel an Bäumen und Sträuchern hinterlassen hat. Es war, als wolle sich auch die Natur gegen das Spiel wehren, das gespielt wird, und das ihr so wenig Beachtung schenkt. Sie zeigt nadelfeine, eisige Dornen. Was immer es ist, was Dir helfen mag, dem Strudel der Ereignisse eine Absage zu erteilen, nutze diese Möglichkeit. Das Universum, das Leben, der RAUM, alles ist größer und realer, als das, was man uns dieser Tage als die Wirklichkeit verkaufen möchte. Nicht ein Schneekristall gleicht dem anderen, alle sind sie verschieden und doch bilden sie zusammen, vereint, die schönsten Gebilde und brechen das Licht in die schönsten Farben.

Und sind wir nicht auch wie diese kleinen Schneekristalle? Wir sind alle verschieden, wir alle unterscheiden uns voneinander und sind doch EINS. Wir alle könnten weiter nach unserem eigenen, natürlichen Rhythmus tanzen, wo immer der Wind uns hintreibt. Wir müssten nicht nach Regeln spielen, außer nach denen, die das Leben und das Universum uns bitten, einzuhalten. Wir könnten nach der einen Musik tanzen, die nur wir hören können, und die man uns nicht hören lassen möchte, denn alle wollen wir authentisch sein, aber wehe, jemand wagt es tatsächlich.

Das Leben hat noch so viel mit uns vor. Schau aus dem Fenster, geh in den Wald, streife über die Felder, setz Dich ans Meer, hör dem Murmeln des Baches zu, dem Lied des Windes. Lassen wir uns nicht von denen ablenken, die ein anderes Spiel spielen wollen. Wenden wir uns wieder dem echten Leben zu. Denn das ist Leben, that’s Life…wie Frank Sinatra gesungen hat. Ach ja, bevor ich es vergesse: Die #Montagsinspiration erscheint als kostenloser, wöchentlicher Blogbeitrag auf Facebook, bei buymeacoffee.com und als Podcast bei Spotify, Apple und auf Telegram. Wenn Du das Projekt unterstützen möchtest, dass es weiterhin allen kostenfrei zugänglich bleibt, freue ich mich über jede finanzielle Unterstützung via Paypal unter [email protected] Vielen Dank! Wenn Dir der Beitrag gefallen hat, darf er sehr gern geteilt werden. Um zum Podcast zu diesem und anderen Beiträgen der #montagsinspiration zu gelangen, einfach den Link anklicken. https://lcdn.letscast.fm/media/podcast/6fa74b10/episode/e702ffe5.mp3?t=1641745960 Exklusive nützliche Tipps, Impulsvorträge, Lehrvideos und Meditationen und weitere Wege zum Selbst findest Du hier auf der Seite

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(c) Bild & Text: Stefan Trumpf, darf aber gern geteilt werden.