Der Blick aus dem Fenster zeigt seit ein paar Tagen fast immer dasselbe Bild: Regen. Er geht waagerecht und dazu bläst der Bömerwaldwind ganz ordentlich. Das für dieses Wochenende geplante Seminar ist buchstäblich ins Wasser gefallen, und so sitze ich hier und grüble über der #Montagsinspiration, die aufgrund der technischen Gegebenheiten hier in ganz klassisch, schriftlicher Form und als Podcast zu Dir kommt.

Es wird auch zukünftig so sein, dass ein bunter Wechsel aus Videos und Texten die #Montagsinspiration ausmachen. Nicht für jedes Thema scheint mir ein Video das richtige Medium zu sein. Und so bleibt es eben heute bei einem Text.

Es klemmt zur Zeit, hab ich den Eindruck. Wo ich auf der einen Seite die Kräfte des Wandels wahrnehme, der heftig gegen unsere Türen klopft, und der eine andere Sichtweise und auch ein anderes Verhalten von uns fordern würde, nehme ich eben auch die Kräfte wahr, die diesem Wandel im Wege stehen, auch wenn sie etwas ganz Anderes behaupten.

Noch immer scheinen die meisten Menschen den scheinbar leichteren, den scheinbar einfacheren Weg gehen zu wollen und sich auf andere zu verlassen. Noch immer sind die Botschaften aus der vermeintlichen Geistigen Welt oder von “Mama Erde” scheinbar interessanter als sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Noch immer setzen sich Menschen in Szene, die von sich behaupten, einen tieferen, einen besseren, einen heiligeren oder was auch immer für einen Zugang zu den feinstofflichen Ebenen zu haben, als Du oder ich. Und wie sie sich in ihren Formulierungen ergehen, wie sie sich als Ikonen stilisieren und Botschaften verbreiten, die teilweise so hanebüchen sind, dass man die Hände über dem Kopf zusammenschlagen möchte.

Ich möchte diesen Menschen zugestehen, dass sie womöglich tatsächlich an das glauben, was sie so von sich geben, aber berechtigte Zweifel möchte ich doch anmelden.

Wie leicht ist es, sich in seinem - wenn auch vielleicht spirituellen - Ego zu verheddern und gar nicht mehr zu kapieren, dass das, was ich da von mir gebe, reine Projektion ist und aus meinen eigenen Wünschen und Komplexen geboren wird. Man fühlt sich ja auch so gerne heilig und die Bewunderung von vielen tausend Followern tut ja auch so gut. Da kann man schon mal übersehen, dass das, was ich sage, womöglich gar nicht wirklich von Mutter Maria, von Mama Erde oder einem Engel kommt, sondern tief aus mir, meinen eigenen Unzulänglichkeiten, Wünschen und eben Projektionen geboren wird. Wer hinterfragt sich denn auch selbst, wenn die “medialen” Kräfte grad so gut fließen? Wer grübelt denn tatsächlich darüber nach, woher diese Stimme im Kopf, dieses Gefühl in der Magengegend kommt, wenn sich viele Menschen davon berührt fühlen. Wer stellt sich denn die Frage, ob diese Menschen sich deshalb so mit diesen Botschaften identifizieren können, weil sie selbst von ihrem inneren Kind gesteuert werden und aus lauter Sehnsucht nach Aufmerksamkeit genau das nicht mitbekommen? Plötzlich fühlt sich alles so stimmig an und man glaubt zu verstehen, was die Geistige Welt von uns möchte, was sie uns zu sagen hat. Es ist so schön, weil man sich plötzlich so getragen fühlt und so geborgen unter den Flügeln eines Engels oder an der Hand Jesu Christi.

Das ist es dann auch plötzlich total egal, wenn in den einzelnen Botschaften Widersprüche auftauchen oder Dinge erzählt werden, die nachweislich falsch sind. Erlaubt ist, was guttut. Wie vor 2000 Jahren läuft man jedem x-beliebigen Propheten hinterher, weil die das sagen, was ich hören will, aber nur ganz selten das, was ich hören sollte.

Denn das, was ich hören sollte, das ist ja meist eher unbequem, denn das regt mich dazu an, mich zu verändern. Es regt dazu an, sich auf den Weg zu machen, Verantwortung zu übernehmen und schlussendlich zu dem Wandel zu werden, den ich mir für die Welt wünsche.

Stattdessen hör ich doch viel lieber das, was mich in meinen eigenen Gedanken und in meiner Komfortzone bestätigt. Stattdessen hör ich doch viel lieber, dass ich auserwählt bin, dass ich es bin, den die Erde jetzt gerade braucht, dass mein Leid sicher etwas verändert und mein Martyrium für eine bessere Welt einen Sinn macht. Das hat leider aber so gar nichts mit Erwachen oder Erleuchtung zu tun. Das ist keine Veränderung, das ist kein Wandel. Das alles sind Entschuldigungen, nichts verändern zu müssen. Das alles wird aus Ego geboren und richtet sich an unser Ego. Wir wollen so sehr größer sein, mit Drachen fliegen, im Auftrag der Geistigen Welt unterwegs sein, weil wir uns selbst nicht genügen. Wir wünschen uns den Wandel, sind aber selbst nicht bereit, uns zu wandeln.

Wandel bedeutet loslassen. Wandel bedeutet, der Wahrheit ins Auge zu blicken, auch wenn sie schmerzt. Wandel bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, die Krücken wegzuwerfen und selbst zu gehen. Wandel bedeutet, den Zuckerguss und den Glitzer zu ignorieren, um zum wahren Kern vorzudringen. Das kann ich. Es ist auch nicht schwer, aber es fühlt sich vielleicht nicht so an, wie ich es mir wünschen. Es fühlt sich vielleicht nicht so an, wie ich es erwarte. Aber es fühlt sich so an, wie es sich anfühlen soll.

Wenn wir den Wandel wollen, braucht es einen #Neustart. Wir dürfen uns dabei darauf besinnen, dass wir Ohren haben, zu hören, Augen zu sehen und Herzen zu fühlen. Es geht darum, dass wir lernen, die Sprache des Universums zu verstehen und die selbst ernannten Dolmetscher und falschen Propheten loslassen. Es geht darum zu begreifen, dass alles in uns liegt, denn wir sind von den feinstofflichen Ebenen durchdrungen und umgeben. Nichts kann uns davon trennen. Es liegt an uns, die Aufmerksamkeit darauf zu richten. Die Zeit, die Du damit zubringst, jemandem zuzuhören, der Dir Botschaften aus der Geistigen Welt, von Mama Erde oder sonst einer Geistigen Entität übermittelt, könntest Du mit Meditieren verbringen und damit, dem Universum selbst zuzuhören. Dann erfährst Du tatsächlich, was Du hören solltest, und nicht nur das, was Du hören möchtest. Vielleicht wirft diese #Montagsinspiration jetzt Fragen in Dir auf. Bitte, stell sie! Lass uns diskutieren, lass uns miteinander sprechen, uns austauschen. Lass uns uns vernetzen. Stell mir bei Facebook eine Freundschaftsanfrage, folge mir auf Instagram, komm in meine Community auf Telegram. Melde Dich, wie auch immer Du möchtest. All das kostet Dich nichts, und je mehr wir sind, je mehr sich auf den Weg machen, je mehr Keimzellen für den #Neustart blühen auf.

Ach ja, und bevor ich es vergesse: Die #Montagsinspiration erscheint als wöchentlicher Blogbeitrag bei buymeacoffee.com und als Podcast bei Spotify, Apple und auf Telegram. Das alles stelle ich kostenfrei zur Verfügung. Aber wie Du Dir vielleicht denken kannst, ist das nicht ohne Aufwand und mir entstehen dabei Kosten.

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Und solltest Du mehr zum Thema #Neustart wissen und vielleicht auch für Dich den Neustart wagen wollen, besuch mich unter www.thespiritualpunk.com, dort gibt es einen Intensivkurs dazu.

(c) Bild & Text: Stefan Trumpf, teilen ist aber durchaus erwünscht.