Es stürmt. Heftiger Wind fegt über Stadt und Land und wirbelt ordentlich Staub auf. Spaziert man leichtsinnigerweise bei diesem Wetter durch die Gegend, findet man Dinge, die der Wind hergetragen hat, die zuvor noch an einem anderen Ort waren.

Natürlich hat das damit zu tun, dass ein Hochdruckgebiet und ein Tiefdruckgebiet miteinander im Clinch liegen, und Luftmassen verschiedener Temperatur dieses Phänomen auslösen. Die Meteorologen können das inzwischen ja ganz gut erklären. Ich glaube aber, es wäre falsch, einen anderen, wichtigen Aspekt bei diesen Phänomenen außen vor zu lassen: uns. Du fragst Dich jetzt vielleicht, was denn wir Bitteschön mit dem Wetter und den Stürmen zu tun haben. Darum geht es in dieser #Montagsinspiration, und ich kann Dich beruhigen, es geht nicht um technische Wettermanipulation, HAARP und solche Dinge. Das überlasse ich Menschen, die das besser wissen. Ich rede von den inneren Stürmen, die seit Monaten in uns toben und die ihr Pendant jetzt im Außen finden.

Auch in uns stürmt es. Viele von uns sind wütend. Und es ist ganz gleich, warum wer auf wen aus welchem Grund wütend ist, Angst und Wut sind seit Monaten so allgegenwärtig, dass es schon besonderer Orte und/oder einer besonderen Geisteshaltung bedarf, sich davon nicht beeinflussen zu lassen. Deswegen möchte ich auf die Gründe für unsere inneren Stürme gar nicht eingehen, denn tatsächlich sind sie etwas, in dem die meisten Menschen sich sogar einig sind. Dass die Gründe für diese Stürme unterschiedliche sind, kann man an dieser Stelle getrost vernachlässigen, glaube ich.

Doch was haben sie mit den Orkanböen vor dem Fenster zu tun?

Dazu möchte ich tatsächlich einmal etwas zitieren, mit dem in den letzten Jahren so viel Schindluder getrieben worden ist, dass ich versucht habe, einen Weg drumherum zu finden, ihn aber nicht gefunden habe. Vermutlich gibt es auch keinen. Ich spreche tatsächlich vom Resonanzgesetz. Und hier verweise ich auf den kleinen Satz: „Wie innen, so außen.“ Und nein, man sollte dieses Gesetz nicht dazu missverstehen, seinen Kontostand zu manipulieren oder die Welt schön zu reden. Es reicht auch nicht, immer nur positiv zu denken, und dann wird schon alles so, wie ich es mir wünsche. Das ist eine Idee, die man uns versucht hat, in den Kopf zu setzen und mit der einige Wenige viel Geld verdient haben, weil ganz, ganz Viele das geglaubt haben. Es funktioniert nicht so. Aber egal, heut geht es um etwas Anderes.

Die Welt, das Universum, das Leben, nenn es, wie Du magst, ist ein Spiegel, in dem alles reflektiert wird, was wir hineingeben. Und wie geben wir etwas in diesen Spiegel? Richtig: Durch unsere Gedanken, aber - und dass ist noch viel wichtiger, da stärker - auch durch unsere Gefühle und Emotionen, seien sie uns bewusst oder unbewusst. Unser Inneres spiegelt sich im Außen wider. Kennst Du den Satz: „Wer Wind säht, wird Sturm ernten!“? Darum geht es. Der Wind, den wir gerade vielleicht sähen oder gesäht haben, ist dabei, sich zu einem gewaltigen Sturm aufzuschaukeln. Die Unruhe in uns, unsere Ängste, unsere Wut, ja manchmal sogar Hass, verpuffen nicht einfach, bloß weil wir ihnen nicht immer eine bestimmte Richtung oder ein bestimmtes Ziel geben können. Unsere Gefühle werden empfangen, sie hallen als Echo im RAUM wieder. Die Unordnung in uns, das Chaos, das in uns tobt, wird durch das Chaos in der Welt abgebildet, und auch das trägt viele Gesichter: Krieg, Vertreibung, Verfolgung, Umweltverschmutzung etc. All das geht schon viele, viele Jahre so, weil wir Menschen den Weg verloren zu haben scheinen. Wir wurden arrogant und überheblich und haben geglaubt, die Natur, das Leben für unsere Zwecke missbrauchen und kontrollieren zu können. Damit sägen wir erfolgreich an dem Ast auf dem wir sitzen. Und die Reste dieses Astes sind vielleicht tatsächlich nur noch ein paar Splitter.

Wir werden aber das Problem nicht mit Aktionen und Methoden in den Griff bekommen, die zwar in eine andere Richtung zu gehen scheinen, die aber doch dieselben sind, wie die, die uns den ganzen Mist eingebrockt haben. Man sieht das sehr schön an den Müllbergen, die eifrige FFF-AnhängerInnen regelmäßig nach ihren Demonstrationen zurücklassen. Man sieht es an den Flurschäden und ruinierten Wäldern, die zurückbleiben, weil man glaubt, Windräder seien eine Alternative. Es gäbe noch unzählige Beispiele, wo in scheinbar guter Absicht gehandelt wird, das Chaos aber nur eine andere Maske trägt.

Uns ist die Achtsamkeit abhanden gekommen. Wir sind uns unserer Gedanken und Gefühle nicht mehr bewusst. Wir lassen uns vor irgendeinen Karren spannen, weil wir verlernt haben, wie es ist, selber zu denken. Wo früher Wissenschaft Wissen schuf, schafft sie heute eine konforme Masse an Menschen, die gutgläubig alles nachplappern, was hinter den Worten „Wissenschaftler sagen: …“ folgt. Damit wird kein Wissen geschaffen, sondern ein Narrativ, dem wir alle gefälligst zu folgen haben. Schließlich sagt das die Wissenschaft und die müssen es ja wissen. Ja, manchmal tun sie es sogar. Manchmal weiß es die Wissenschaft tatsächlich besser, könnte vernünftige, gute, kreative Lösungen bieten. Aber wenn diese dem Narrativ nicht nützlich sind und denen, die das Narrativ verbreiten dadurch keinen Nutzen in Form von Macht oder Geld erkennen können, wird dieses Wissen unterdrückt und schon mal auch die Menschen dahinter diskreditiert.

So regiert das Chaos weiter.

Und die Menschen werden wütend. Sie fühlen sich ohnmächtig. Ihre Wut, ihre Angst wird nicht gehört, die Menschen werden nicht gesehen. Damit füttern sie ihre Wut in den RAUM. Immer mehr wird sie, immer größer wird dieses Feld, gefüttert von den verschiedensten Menschen verschiedenster Nationen und Kulturen. Und wir wundern uns, dass es stürmt. Irgendwo muss der Sturm der Entrüstung, der Sturm der Wut, der Orkan der Angst sich doch entladen dürfen. Irgendwo muss man den Menschen doch Gehör verschaffen. Und so fegt der Sturm über die Länder, im Außen als Ausdruck dessen, was im inneren für Stürme in uns toben.

Warum erlauben wir uns nicht, in uns Ruhe einkehren zu lassen? Warum vertrauen wir dem Sturm nicht all das an, was wir nicht mehr brauchen? Lassen wir den Wind durch uns hindurch fegen und all die Wut, die Angst und den Hass mitnehmen. Vertrauen wir ihm unsere alten, überholten Konzepte an, soll er sie mitnehmen, die Glaubenssätze, alten Strukturen und Dogmen. Soll er Platz schaffen für eine klare Sicht und ein sauberes, unbeschriebenes Blatt. Sehen wir den Sturm als etwas Reinigendes an und werden wir zu seinem Zentrum. Werden wir zum Auge des Orkans. Im Auge herrscht absolute Ruhe, es ist windstill, es ist Frieden. Egal, wie sehr der Wind um uns herum auch tosen mag, füttern wir ihn nicht, indem wir weiterhin Wut und Angst in uns einen Nährboden bieten. Kehren wir zurück zu Achtsamkeit und Frieden. ENTwickeln wir uns vom Chaos um uns herum und ordnen wir unsere Gedanken und Gefühle. Lassen wir uns von ihnen nicht länger dominieren und erinnern wir uns daran, dass das was wir wirklich sind, nicht denkt, nicht fühlt, sondern beobachtet, und das vollkommen wertfrei. Hören wir auf, Partei zu ergreifen, lassen wir uns nicht länger vor irgendeinen Karren spannen. Fühlen wir uns dem Leben verpflichtet, der Harmonie, dem Teil des RAUMS, der unsere Hilfe nicht braucht, weil dort alles ist, wie es sein soll. Es ist der Teil, in dem es absolut windstill ist. Sähen wir Ruhe und Frieden, statt Wind…

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(c) Bild & Text: Stefan Trumpf, darf aber gern geteilt werden.