Heute Vormittag durfte ich die wunderbare Evamaria Legenstein zu einem Platz begleiten, der voller Visionen und Träume ist. Es wuselt dort nur so von Ideen, Plänen und kleinen Samen der Freude und Begeisterung. 

Kaum habe ich den Innenhof betreten, sah ich nicht leere Scheunen und verlassenes Gemäuer - nein, ich sah in die Zukunft und dort gab es von vielerlei Tieren belebte Ställe, überall wucherte Essbares und Gesundes und der alte Stall beherbergte bereits neues Leben.

Evamaria beginnt gerade, dieses verwunschene Kleinod zu revitalisieren und fruchtbar zu machen. Es ist fantastisch, was frau plötzlich alles kann, wenn sie von etwas begeistert ist :-) Traktorfahren? Kein Problem! Schafe züchten, die Wolle verwerten, Wiesen mähen und Stromzäune stecken? Aber klar! Bienenstöcke errichten und in die faszinierende Welt der Imkerei eintauchen? Natürlich!

So durfte ich ihr an diesem Vormittag zur Hand gehen und von ihrem umfangreichen Wissen profitieren.

Die fleißigen Bienenvölker faszinieren mich. Ich hätte stundenlang einfach neben den Bienenstöcken sitzen und mir das beruhigende Summen anhören können. Wie fokussiert, klar, aufmerksam doch jede einzelne Biene ihre Arbeit verrichtet. Wie wunderschön das Muster der Waben, wie warm und weich doch der Geruch des Wachses ist…Kindheitserinnerungen tauchten auf…an den Geruch der Wachskerzen zu Weihnachten, an weiche Wiesen, in denen ich lag und Wolkenformationen beobachtete, während die Bienen rund um mich die üppigen Wiesenblumen besuchten…solche Erinnerungen, solche Emotionen sind es, die mir gut tun, die mich glücklich machen und die meine Aufmerksamkeit auf das Jetzt richten. Weg von all dem Stress und der Hektik des lauten Welt.

Die Bienen schenkten mir ein Löffelchen des besten Honigs, den ich je gekostet habe. Goldgelb, herrlich und naturbelassen im Geschmack - hach, ich könnte noch stundenlang davon schwärmen.

Doch das größte Geschenk stand gleich gegenüber der Bienenstöcke auf einer Weide: ein Mutterschaft mit ihren Drillingen - Emma, Hypnoloui, Harry und Djdji. Kaum betrat ich ihr kleines Reich, liefen sie mir auch schon laut blökend entgegen und umschmeichelten mit ihren kleinen, wollenen Körpern meine Beine. Graulte man sie unter dem Kinn, begannen sie genußvoll die Augen zu schließen und hätten sicher geschnurrt, wenn sie gekonnt hätten. Die kleinen Mäulchen beschnupperten mich neugierig und verharrten in einem kurzen Wangenbussi, um danach gleich wieder die Welt zu erkunden.

Das ist das kleine Glück, das uns jeden Tag begegnen kann. Ob in Form eines Schafes, eines Baumes, einer Biene, einer Blume ist nicht wichtig. Wichtig ist doch nur, dass wir es erkennen. Dass wir unseren Blick für diese kleinen Geschenke öffnen und sie bewusst und achtsam in unsere Herzen lassen. 

Es ist alles da, wenn du achtsam durch dein Leben gehst. Nimm sie an, die Geschenke des Alltages - auch oder vielleicht gerade weil es im Außen nicht immer leicht ist.

Deine Seelenbaumlerin

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