Und ein Baby muss frei sein.

Ich bin dankbar, in meinem Leben zwei richtig gute gesellschaftliche Ereignisse erlebt zu haben:

1. Die Wende 89/90 - Plötzlich diskutieren Menschen in meiner Umgebung intensiv über Politik und Utopien. Nachbarn eröffnen ein Brausegeschäft, meine Eltern machen eine Baumschule und einen Blumenladen auf. Selbst meine pubertierende Moped-Gang diskutiert intensiv, ob es besser wäre, CDU, SPD oder gar Grüne zu wählen. Alles ging. Parties, Wagenplätze, Kneipen, Projekte, Kultur, besetzte Häuser. Menschen probierten alles Mögliche an und aus. Die Kosten dafür waren gering. Das Leben war großzügig. Ostdeutschland war eine Spielwiese.

2. Das Internet in den 2000ern - Man konnte Software, Musik, Informationen, Filme, Publikationen und Informationen auf einmal frei miteinander teilen. Ich tauschte mich mit Menschen auf der anderen Seite des Planeten aus, habe kostenlose Kurse in Songwriting und Jazz mitgemacht und lies via Hospitalityclub, Couchsurfing und BeWelcome Fremde aus allen möglichen Ländern bei mir übernachten, von denen einige zu Freunden wurden.

Das ist meine Art und Weise, die Geschichte der Freiheit, wie ich sie erlebt habe, weiterzuerzählen.

Leider musste ich aber auch erleben, wie das Befreiende und die Großzügigkeit beider gesellschaftlicher Ereignisse im Laufe der Zeit verkümmerte. Der Kapitalismus schwappte einfach auf die Ideen und Utopien der Wende und auf die Werkzeuge der kostenlosen Reproduktion zurück und suggeriert, dass alle Leistungen bezahlt werden müssen und sich Leistung lohnen muss. Logisch, denn die Gesellschaft funktioniert kapitalistisch und da wird freies und kostenloses Teilen und Ausprobieren als Störung erlebt, statt als Bereicherung oder gesamtgesellschaftlicher Nutzen.

Weil ich aber Gefallen daran gefunden habe, Musik zu machen und großzügig mit meinen Talenten sein möchte, veröffentliche ich meine Songs unter der liberalen Creative Commons Lizenz "BY", so kann man mit meinen Liedern machen was man will.

Ich werde den Kapitalismus damit nicht zu Fall bringen, es ist nur meine Art und Weise, Geschichten der Freiheit, wie ich sie erlebt habe, weiterzuerzählen.

Warum bettel ich hier dann um Kleingeld?

Mir geht es nicht um das Geld, ich brauche eher hier und da mal einen Anstoß um ein Lied fertig zu produzieren, eine Melodie mal ordentlich auszunotieren oder ein kleines Konzert zu organisieren. Mir tut das Gefühl gut, dass da draußen jemand ist, der meine Musik irgendwie gut findet.

Du hast drei Möglichkeiten mir zu zeigen, dass Du da draußen bist und an meinem musikalischen Treiben interessiert bist: 1. kauf mir einen Kaffee, oder 2. stoß in meinem Shop was an, dass ich für Dich machen kann oder 3. werde Teil der Rebellion (a.k.a member).

  • Den Kaffee nehm ich einfach so =)

  • Im Shop kannst Du mir mitteilen, dass Du ein Lead sheet eines meiner Songs haben möchtest oder die Noten oder eine Studioaufnahme einer Demoversion oder die einzelnen Spuren einer Studioaufnahme oder ein Livestream-Wohnzimmerkonzert oder ein Video oder eine EP.

    Alles was Du dort anstößt, werde ich unter der liberalen Creative Commons Lizenz "BY" lizensieren. Wer hier also ein Lead sheet bestellt, sorgt dafür, dass der "Quellcode" (Text, Akkorde, Noten) des Liedes FÜR ALLE öffentlich zugänglich und nutzbar wird. In diesem Sinne kann hier jeder zum Befreiungshelden oder zur Befreiungsheldin werden.

  • Als Teil der Rebellion bekommst Du Dinge, die sonst niemand bekommt. Einen persönlichen Begrüßungsbossa zum Beispiel. Und Einblicke in meine Liederschreib-Werkstatt. Du kannst Liedentwürfe hören oder Videos schauen, in denen ich mal ein Detail eines Songwriting-Prozesses erkläre.

In diesem Sinne kann hier jedeR zuR BefreiungsheldIn werden.