Während sich der Winter über eine relativ lange Zeit oftmals recht eintönig hinzieht darf dies nicht für das Grundlagentraining auf dem Fahrrad gelten. Ist die erste Grundlagenphase von 6-8 Wochen rum stellt sich das erste Mal die Frage nach Umfang und Intensität! Möglicherweise kann es sinnvoll sein einzelne kurze intensive Belastungen einfließen zu lassen. Da die körperlichen Ressourcen jedes Athleten begrenzt sind kann auch allgemein die Frage gestellt werden, ob eine Leistungssteigerung nun über möglichst viele Kilometer oder aber auch über intermittierende kürzere Einheiten mit höheren Intensitäten erreicht werden kann? Gerade bei Sportlern mit einem hohen Grundlagenniveau haben zusätzliche Umfänge oftmals einen weitaus geringeren Einfluss auf die weitere Leistungsentwicklung. Zudem lassen sich Umfänge im Verlauf der sportlichen Laufbahn schon aus zeitlichen Gründen nicht beliebig steigern. Eine intelligente Variation der Trainingsintensitäten kann sich für diese Gruppe als entscheidend erweisen. Bei Sportlern mit niedrigem oder mittlerem Grundlagenniveau birgt intensives Training jedoch die Gefahr in den Zustand des Übertrainings zu geraten oder bereits im Winter Frühform zu erreichen. Hier empfiehlt sich entsprechend später oder in geringerem Umfang mit Intensitäten zu arbeiten. 

Unter dem Strich betrachtet zählt nicht die Anzahl der absolvierten Kilometer sondern die Art und Weise wie die Kilometer abgespult wurden. 

Training & Trainingssteuerung – aber wie?

Auf das Gesamte Training betrachtet fällt der Steuerung der Intensität neben der Häufigkeit und Dichte die größte Bedeutung zu. Und genau an dieser Herausforderung scheinen auch die meisten Sportler zu scheitern. Wenn es an der Zeit währe lockere Einheiten zu bevorzugen trainieren einige Sportler zu intensiv und wenn intensive Einheiten von Vorteil währen sind diese dann zu müde um das Training so durch zuziehen. Das Training versinkt auf diese Art im Mittelmaß. Ein Trainingstagebuch sollte jeder Sportler der daran interessiert ist sein Training langfristig zu verbessern akribisch führen. Dazu gehört neben den reinen Daten zum Training auch ein Tagebucheintrag zum persönlichen Befinden und Angaben zum Belastungsempfinden. Jahr für Jahr ergibt sich so ein Abbild der Entwicklung mit allen Höhen und Tiefen eines Sportjahres. Auch wenn Triathlon schon allein aufgrund der Ausrüstung für drei Disziplinen eine recht teure Angelegenheit ist, kann die Investition in ein Leistungsmessgerät oder einen kombinierten Lauf- und Fahrradcomputer die Effektivität des Trainings enorm entwickeln. Wearables und ihre Messdaten erleichtern solche diagnostischen Hilfsmittel die Planung für das Zusammenspiel der verschiedenen Disziplinen, Intensitäten und Umfänge innerhalb des Trainings.